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Brennen beim Wasserlassen: Was kann das sein?

Autoren: , Fachärztin für Urologie

Viele kennen es: ein unangenehmes Brennen oder Schmerzen beim Wasserlassen. Solche Beschwerden – medizinisch als Dysurie bezeichnet – treten häufig im Zusammenhang mit Harnwegsinfektionen auf. Doch nicht immer ist eine einfache Blasenentzündung die Ursache. Auch sexuell übertragbare Infektionen, hormonelle Veränderungen oder andere Reizungen können ähnliche Symptome hervorrufen.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Blasenentzündungen und Harnröhrenentzündungen (etwa durch sexuell übertragbare Infektionen) gehören zu den häufigsten Ursachen für Brennen beim Wasserlassen.
  • Auch hormonelle Veränderungen in den Wechseljahren, Entzündungen im Genitalbereich, Reizungen durch chemische Stoffe (z. B. Seifen, Verhütungsmittel, Kaffee), interstitielle Zystitis, Strahlenschäden nach einer Krebsbehandlung, Harnsteine oder bestimmte Medikamente können derartige Beschwerden auslösen.
  • Eine Urinuntersuchung hilft, die Ursache zu klären – bei Bedarf werden weitere Tests durchgeführt.
  • Ärztliche Abklärung ist wichtig, wenn z. B. die Beschwerden zunehmen oder länger als einige Tage anhalten. Bei Fieber, Blut im Urin oder starken Schmerzen sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen.

Ursachen: Warum brennt es beim Wasserlassen?

Brennen oder Schmerzen beim Wasserlassen sind ein Symptom, keine eigenständige Erkrankung. Dahinter kann eine Vielzahl unterschiedlicher Ursachen stecken – von Infektionen bis hin zu Blasensteinen:

Weitere Ursachen: von Nierensteinen bis Strahlenfolgen

Auch andere Auslöser können zu brennenden Beschwerden beim Wasserlassen führen, etwa:

  • Infektionen der Scheide (etwa durch Pilze oder in Form einer bakteriellen Vaginose)4
  • chemische Reizstoffe (Intimsprays, Seifen, spermizide Verhütungsmittel)5
  • bestimmte Nahrungsmittel (z. B. kann das Trinken von Kaffee/Alkohol oder der Verzehr von Zitrusfrüchten bei manchen Personen zu einem vorübergehenden Brennen führen)6
  • Cyclophosphamid, ein Medikament zur Therapie bei Krebserkrankungen7
  • interstitielle Zystitis (chronisches Blasenschmerzsyndrom)7
  • strahlenbedingte Blasenentzündung (Strahlenzystitis) nach einer Bestrahlung im Beckenbereich – etwa bei Prostata-, Blasen- oder Gebärmutterkrebs7
  • Nieren- oder Blasensteine (z. B. wenn ein Stein die Harnröhre reizt oder im unteren Harnleiter liegt)7

Unterschiede zwischen Blaseninfekt, Harnröhrenentzündung und Co.

Wie Sie sehen, ist die Liste der möglichen Auslöser lang – doch wie findet man heraus, was konkret hinter den Beschwerden steckt? Da sich viele Symptome ähneln, ist eine eindeutige Zuordnung ohne ärztliche Hilfe schwierig. Dennoch gibt es einige Anhaltspunkte, die erste Hinweise auf die mögliche Ursache geben können:

Wichtig: All diese Symptome müssen nicht immer auftreten – und auch umgekehrt schließen sie andere Ursachen nicht aus. Eine gesicherte Diagnose ist also nur durch eine Abklärung beim Arzt möglich.

Schmerzen zu Beginn oder am Ende des Wasserlassens

Auch der Zeitpunkt, zu dem das Brennen auftritt, kann – in Verbindung mit anderen Symptomen – erste Hinweise auf die Ursache geben:

  • Brennen vor allem zu Beginn des Wasserlassens kann auf eine Reizung oder Entzündung der Harnröhre hindeuten (z. B. bei Urethritis).
  • Verstärktes Brennen am Ende des Wasserlassens wird häufiger bei Blasenentzündungen beobachtet – etwa, wenn sich die Blase zusammenzieht und dabei die Schleimhaut gereizt wird.7

Aber auch hier gilt: Diese zeitlichen Unterschiede sind nicht immer eindeutig oder zuverlässig. Eine genaue Einordnung kann nur durch ärztliche Untersuchung und Diagnostik erfolgen.

Wann zum Arzt?

Nicht in jedem Fall ist bei Brennen beim Wasserlassen sofort ärztliche Hilfe nötig. Eine unkomplizierte Blasenentzündung – also eine Infektion ohne Risikofaktoren bei ansonsten gesunden, nicht schwangeren Frauen – kann sich auch von selbst bessern. Um gezielt die Symptome zu lindern, können Sie zu Hausmitteln, Schmerzmitteln oder pflanzlichen Präparaten wie Canephron® Uno (enthält eine Kombination aus Rosmarin, Tausendgüldenkraut und Liebstöckel) greifen. Die pflanzliche Dreierkombination konnte hier in Studien die Symptomlast an Tag 4 um bis zu 50 % reduzieren.8 Es gibt jedoch Situationen, in denen ärztlicher Rat dringend empfohlen wird – vor allem bei folgenden Warnzeichen:

  • wenn die Beschwerden länger als zwei bis drei Tage anhalten oder stark ausgeprägt sind
  • bei Fieber, Flankenschmerzen, Schüttelfrost, Übelkeit oder Erbrechen
  • bei Blut im Urin
  • bei Männern, Schwangeren und Kindern (Harnwegsinfekte können hier einen komplizierten Verlauf nehmen)
  • bei Personen mit Grunderkrankungen wie z. B. schlecht eingestelltem Diabetes, Immunschwäche, Nieren- bzw. Leberfunktionsstörung oder Nierensteinen

Im Zweifel gilt: Lieber frühzeitig einen Arzt aufsuchen als zu lange zu warten. Sprechen Sie offen über Ihre Beschwerden – auch über mögliche Auslöser wie einen neuen Sexualpartner. Nur so lässt sich die Ursache rasch und zuverlässig klären und eine passende Behandlung einleiten, damit Sie möglichst schnell wieder beschwerdefrei sind.

Diagnosestellung: Wie finden Ärzte die Ursache heraus?

Um gezielt behandeln zu können, ist es wichtig, der Ursache der Beschwerden genau auf den Grund zu gehen. Dabei folgen Ärzte einem klar strukturierten Vorgehen – vom Gespräch bis zu gezielten Untersuchungen:

Zunächst erfolgt ein ausführliches Gespräch über Beschwerden, mögliche Auslöser und Vorerkrankungen. So lässt sich meist schon abschätzen, ob etwa eine Blasenentzündung oder eine sexuell übertragbare Infektion hinter den Symptomen steckt. Danach kann eine körperliche Untersuchung, etwa zur Beurteilung von Ausfluss oder Hautveränderungen, folgen.

Ein zentraler Bestandteil der Abklärung ist die Urinuntersuchung: Ein Teststreifen kann Hinweise auf Entzündungszeichen oder Blut im Urin geben. Je nach Ergebnis folgt eine Laboranalyse, bei der krankheitsauslösende Bakterien identifiziert und ihre Empfindlichkeit gegenüber Antibiotika bestimmt werden kann.

Besteht der Verdacht auf eine Harnröhrenentzündung, wird ein Abstrich der Harnröhre genommen. Dieser wird im Labor auf Erreger wie Chlamydien oder Gonokokken untersucht.

Wenn die Ursache unklar bleibt, können weitere Untersuchungen sinnvoll sein – etwa Ultraschall, Blasenspiegelung oder eine Hormonabklärung. In vielen Fällen ist die Ursache rasch gefunden, in anderen braucht es etwas Geduld.

Behandlung: Was hilft gegen Brennen beim Wasserlassen?

Wie die Beschwerden behandelt werden, hängt von der Ursache ab. Bei bakteriell bedingten Blasenentzündungen helfen viel trinken, Wärme, pflanzliche Präparate und schmerzstillende Mittel. In manchen Fällen ist aber auch ein Antibiotikum nötig.

Wenn eine sexuell übertragbare Infektion vorliegt, hilft nur eine gezielte Behandlung mit Antibiotika oder virushemmenden Medikamenten. Wichtig dabei: Auch der Sexualpartner sollte mituntersucht und – falls nötig – mitbehandelt werden, um eine erneute Ansteckung zu vermeiden.

Bei Beschwerden durch hormonelle Veränderungen – zum Beispiel in den Wechseljahren – kommen je nach Befund pflegendes Intimgel oder lokale Hormonpräparate zum Einsatz.

Fazit

Brennen beim Wasserlassen kann viele verschiedene Ursachen haben – manchmal ist es harmlos, oft aber auch ein Hinweis auf eine behandlungsbedürftige Erkrankung. Umso wichtiger ist es, auf begleitende Symptome zu achten und Warnzeichen ernst zu nehmen. Eine frühzeitige Abklärung hilft, die passende Behandlung zu finden – und Beschwerden rasch zu lindern.

Wenn Sie an weiteren Informationen zur Behandlung von Blasenentzündungen interessiert sind, erfahren Sie hier mehr:

Die wichtigsten Fragen auf einen Blick

Quellen
Autor unseres Artikels
Dr. med. Michaela Hilburger, Fachärztin für Urologie / Medikamentöse Tumortherapie
Dr. med. Michaela Hilburger
Fachärztin für Urologie / Medikamentöse Tumortherapie
Studium
  • Ludwig-Maximilians-Universität in München
Berufliche Stationen
  • Klinikum Landshut gemeinnützige GmbH, Abteilung Urologie, Landshut
mehr Informationen ➚
Medizinische Prüfung des Artikels
Dr. med. Monika Steiner, Ärztin
Medizinisch geprüft von
Dr. med. Monika Steiner
Ärztin
Studium
  • Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität, Bonn
Berufliche Stationen
  • Leitung Medizin-Online / Chefredakteurin Springer Nature
  • Medizinische Gutachterin für ärztliche CME-Fortbildung
mehr Informationen ➚
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Pflichtangaben

PFLICHTANGABEN

Canephron® Uno Traditionelles pflanzliches Arzneimittel zur unterstützenden Behandlung und zur Ergänzung spezifischer Maßnahmen bei leichten Beschwerden (wie häufigem Wasserlassen, Brennen beim Wasserlassen und verstärktem Harndrang) im Rahmen von entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege. Der Anwender sollte bei fortdauernden Krankheitssymptomen oder beim Auftreten anderer als der in der Packungsbeilage erwähnten Nebenwirkungen einen Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultieren.  Der Anwender sollte bei fortdauernden Krankheitssymptomen oder beim Auftreten anderer als der in der Packungsbeilage erwähnten Nebenwirkungen einen Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultieren. 

Canephron® N Dragees, Canephron® N Tropfen Traditionell angewendet zur unterstützenden Behandlung und zur Ergänzung spezifischer Maßnahmen bei leichten Beschwerden im Rahmen von entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege. Canephron® Uno,Canephron® N: Zur Durchspülung der Harnwege zur Verminderung der Ablagerung von Nierengrieß. Hinweis: Canephron® Uno undCanephron® N sind traditionelle pflanzliche Arzneimittel, die ausschließlich aufgrund langjähriger Anwendung für das Anwendungsgebiet registriert sind. Bei fortdauernden Krankheitssymptomen oder beim Auftreten anderer als der in der Packungsbeilage erwähnten Nebenwirkungen sollten Sie ihren Arzt oder eine andere in einem Heilberuf tätige qualifizierte Person konsultieren. Canephron® N Tropfen wird angewendet bei Jugendlichen ab 12 Jahren und Erwachsenen. Wenn Sie sich nach 7 Tagen nicht besser oder gar schlechter fühlen, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Canephron® Uno und Canephron® N Dragees enthalten Glucose, Saccharose/Sucrose (Zucker), Lactose. Canephron® N Tropfen enthalten 760 mg Alkohol (Ethanol) pro 5,0 ml entsprechend 152 mg/ml (19 % V/V).

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.

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