Vorbeugung von Blasenentzündungen

Wenn die Blasenentzündung erstmal da ist, geht es den meisten Frauen selbstverständlich vorrangig darum, ihre Symptome möglichst schnell und nebenwirkungsarm zu behandeln. Hierfür setzen viele Betroffene bereits erfolgreich hauptsächlich auf pflanzliche Präparate.

Doch welche Möglichkeiten hat man, damit es gar nicht erst soweit kommt? Wie kann man einer Blasenentzündung sinnvoll vorbeugen?

Risikofaktoren minimieren

Um einer Blasenentzündung bestmöglich vorzubeugen, sollte man grundsätzlich darauf achten, bestimmte Auslöser bzw. Risikofaktoren dauerhaft auszuschalten oder zu vermeiden. Die meisten lassen sich nämlich in der Regel bereits durch einfache, aber gezielte Verhaltensmaßnahmen auf ein Minimum reduzieren.

Allgemeine Verhaltenstipps, um einer Blasenentzündung vorzubeugen, sind u.a. folgende:

  • Trinken Sie stets ausreichend viel Wasser oder ungesüßten Tee.
  • Entleeren Sie regelmäßig Ihre Blase.
  • Setzen Sie sich nicht auf kalte Untergründe und halten Sie insbesondere im Winter Füße und Nieren warm.
  • Achten Sie auf eine richtige Intimhygiene. Verwenden Sie dabei keine aggressiven Waschsubstanzen und beachten Sie die korrekte Wischrichtung beim Toilettengang – von vorne nach hinten.
  • Ziehen Sie im Alltag vorzugsweise atmungsaktive Unterwäsche aus Seide oder Baumwolle an, die idealerweise bei 60 Grad Celsius gewaschen werden kann. Verzichten Sie dabei auf Stringtangas.
  • Wechseln Sie Ihre nasse Badekleidung immer gleich nach dem Schwimmen.
  • Gehen Sie nach dem Sex am besten direkt auf die Toilette zum Wasserlassen (weitere Tipps dazu finden Sie zudem hier: Honeymoon-Zystitis – Blasenentzündung durch Sex.
  • Stärken Sie Ihr Immunsystem, vermeiden Sie Stress. Tipps dazu finden Sie hier: Immunsystem stärken.

Bewegung, Sport und Entspannung

Um Stress sinnvoll abzubauen, greifen viele Menschen auf bestimmte Entspannungstechniken zurück. Andere setzen dagegen bevorzugt auf körperliche Betätigungen bzw. Ausdauersport. Aber egal, welche Methode Sie zur Stressbewältigung wählen – letztendlich geht es vor allem darum, dabei Ihre ganz eigene innere Balance zu finden.

Wie man heutzutage weiß, kann sich häufiger und dauerhafter Stress durchaus negativ auf unser Immunsystem auswirken und so zu einer erhöhten Infektanfälligkeit führen. Beugen Sie dem also rechtzeitig vor, indem Sie Ihr körpereigenes Abwehrsystem so weit stärken, dass es zukünftig ausreichend gewappnet ist gegen mögliche Infekte, wie z.B. Blasenentzündungen.

Mehr dazu lesen Sie hier: Abwehrstärkung durch Meditation, Autogenes Training, Yoga & Co.

Blasentraining

In den meisten Fällen ist der Grund für eine akute Blasenentzündung bei Frauen eine bakterielle Entzündung der Harnwege.

Bei unklarer bzw. ungeklärter Ursache sollte zunächst durch einen Arzt geklärt werden, was sich hinter den Beschwerden verbergen könnte. In diesem Zusammenhang, aber auch nach einer Schwangerschaft kann es durchaus helfen, mit einem gezielten Beckenbodentraining die Blase zu stärken. 

Um die Beckenbodenmuskulatur effektiv zu trainieren, gibt es ganz bestimmte Übungen, die Sie sich z.B. von einer Physiotherapeutin zeigen lassen können.

Beerensäfte & Probiotika

Der regelmäßige Genuss von frischen Beerensäften (z.B. Preiselbeer-, Sanddorn-, Heidelbeersaft) sowie fermentierten Milchprodukten mit probiotischen Bakterien kann dabei helfen, das Risiko einer Blasenentzündung zu senken¹. Pro- und Präbiotika wirken sich übrigens nicht nur positiv auf unsere Darmflora aus, sondern auf unser komplettes Immunsystem.

Obwohl es derzeit keine eindeutigen wissenschaftlichen Erkenntnisse gibt, werden von vielen Frauen zudem auch Cranberrys in der Prophylaxe der Blasenentzündung eingesetzt.

Immunprophylaxe

Leiden Sie unter häufigen Blasenentzündungen, kann unter Umständen auch eine Impfung zur Vorbeugung in Frage kommen. Laut den aktuellen Empfehlungen zur Langzeitprophylaxe häufig wiederkehrender Harnwegsinfektionen bei Frauen² sollte dann möglichst vor Beginn einer antibiotischen Langzeitprävention eine Behandlung entweder mit dem Impfstoff Uro-Vaxom® oder mit StroVac® in Erwägung gezogen werden. Mehr zu diesem speziellen Thema erfahren Sie hier: Impfung gegen Blasenentzündungen.

Autorin:

 

Quellen:

¹Kontiokari T, et al.: Dietary factors protecting women from urinary tract infection. Am J Clin Nutr 2003; 77(3): 600–604.
²Leitlinie "Epidemiologie, Diagnostik, Therapie, Prävention und Management unkomplizierter, bakterieller, ambulant erworbener Harnwegsinfektionen bei erwachsenen Patienten"; https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/043-044.html
Pflichtangaben

PFLICHTANGABEN

Canephron® Uno • Traditionelles pflanzliches Arzneimittel zur unterstützenden Behandlung und zur Ergänzung spezifischer Maßnahmen bei leichten Beschwerden (wie häufigem Wasserlassen, Brennen beim Wasserlassen und verstärktem Harndrang) im Rahmen von entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege. Canephron® N Dragees, Canephron® N Tropfen • Traditionell angewendet zur unterstützenden Behandlung und zur Ergänzung spezifischer Maßnahmen bei leichten Beschwerden im Rahmen von entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege.

Canephron® Uno, Canephron® N: Zur Durchspülung der Harnwege zur Verminderung der Ablagerung von Nierengrieß. 

Hinweis: Canephron® Uno und Canephron® N sind traditionelle pflanzliche Arzneimittel, die ausschließlich aufgrund langjähriger Anwendung für das Anwendungsgebiet registriert sind.

Canephron® N Tropfen enthalten 19 Vol.-% Alkohol.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

BIONORICA SE | 92308 Neumarkt    
Mitvertrieb: PLANTAMED Arzneimittel GmbH | 92308 Neumarkt

Stand: 04|18

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