Brennen, Stechen und Krämpfe: Schmerzbehandlung bei Blasenentzündungen

Eine Blasenentzündung kann großen Einfluss auf Alltag und Lebensqualität haben. Neben häufigem Harndrang werden die Betroffenen oft von Krämpfen und Schmerzen im Unterleib geplagt. Aber was tun gegen die Schmerzen und Krämpfe? Im folgenden Beitrag finden Sie Informationen zu den verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten und Medikamenten.

Wenn die Blase krampft

Ausgelöst wird der Schmerz bei einer Blasenentzündung durch das krampfartige Zusammenziehen von Blase und Harnröhre aufgrund der Entzündung. Besonders während und nach dem Wasserlassen treten die Beschwerden auf. Allgemeinmaßnahmen (vor allem viel Trinken!), Wärmflaschen und Sitzbäder sind dabei hilfreich gegen die Schmerzen.

Oft werden Harnwegsinfekte jedoch mit Antibiotika behandelt. Wenngleich die Beschwerden dann relativ schnell abklingen, ist eine solche Therapie umstritten. Sie geht mit Problemen wie der Entwicklung von hartnäckigen Keimen – sogenannten resistenten Keimen - und einigen Nebenwirkungen besonders im Magen-Darm-Trakt einher. Und nicht immer ist eine Antibiotikatherapie überhaupt zwingend notwendig.

Auch mit altbewährten Hausmitteln und pflanzlichen Wirkstoffen gelingt es oft, Schmerzen und Krämpfe zu lindern. Die Kombination aus Rosmarin, Tausendgüldenkraut oder Liebstöckel wirkt beispielsweise nachweislich schmerzlindernd, krampflösend, bakterienausspülend und entzündungshemmend. Bei unkomplizierten Blasenentzündungen ist diese Kombination (enthalten in Canephron® Uno ) eine wirksame Alternative.

Lesen Sie mehr dazu hier:

Hausmittel bei Blasenentzündung

Rosmarin, Tausendgüldenkraut oder Liebstöckel: drei Heilpflanzen, die bei der Blasenentzündung nachweislich wirken.

Wann Schmerzmedikamente?

Bei Schmerzen kann der zusätzliche Einsatz von Schmerzmedikamenten notwendig werden. In Frage kommen vor allem Ibuprofen und Paracetamol. Sie sind in Tablettenform in der Apotheke rezeptfrei verkäuflich.

Nebenwirkungsfrei sind sie jedoch nicht. Ibuprofen zum Beispiel kann in höheren Dosen Magen-Darm-Beschwerden sowie in schweren Fällen innere Blutungen auslösen. Außerdem können die Nieren unter Umständen langfristig geschädigt werden. Bei Magengeschwüren, Herzkrankheit, Nierenschwäche, Lebererkrankungen oder geplanten Operationen ist somit Vorsicht geboten. Außerdem kann das Schmerzmittel den Effekt von Alkohol und Arzneistoffen verstärken, die selbst Nebenwirkungen an Magen oder Nervensystem auslösen. ​

Wichtig ist immer, die richtige Dosis zu wählen und die Mittel nicht länger als nötig einzunehmen.

Paracetamol kann ebenfalls Schmerzen bei Blasenentzündungen hemmen, wirkt jedoch selbst nur gering entzündungshemmend. Zudem schädigt es zwar nicht die Nieren, dafür aber in hoher Dosierung möglicherweise die Leber. Daher müssen besonders Menschen mit bekannter Lebererkrankung und chronischem Alkoholmissbrauch achtsam sein. Auch hier gibt es eine Beschränkung, wie viele Tabletten pro Tag erlaubt sind. Neben Ibuprofen und Paracetamol kommen im Grunde alle anderen Schmerzmittel ebenso in Betracht.

Bei Krämpfen: Buscopan

Wenn Krämpfe im Rahmen einer Blasenentzündung im Vordergrund stehen, können neben Schmerzmedikamenten sogenannte Spasmolytika helfen. Sie entspannen die Blasenmuskulatur. Ein typisches Beispiel hierfür ist der Wirkstoff von Buscopan® (Scopolaminbutylbromid). Er kommt bei Krämpfen von Verdauungstrakt, Gallen- und eben Harnblase zum Einsatz.

Frei von unerwünschten Nebeneffekten ist auch dieser Wirkstoff nicht. Zu den typischen Nebenwirkungen zählen Mundtrockenheit, Verstopfung und Durchfall sowie Müdigkeit und Kopfschmerzen. Außerdem kann das Medikament die Wirkungsweise von anderen Stoffen verstärken. Hierzu zählen Medikamente gegen Depressionen (Antidepressiva), gegen psychiatrische Probleme (Neuroleptika) oder gegen allergische Reaktionen (Antihistaminika).

Im Zweifel immer zum Arzt

Ob und welche Medikamente Sie gegen die Schmerzen bei einer Blasenentzündung einnehmen, hängt auch immer von der jeweiligen Schwere der Entzündung ab. Oft leisten allein pflanzliche Wirkstoffe wertvolle Dienste, manchmal hilft zusätzlich der Griff in die Hausapotheke. Wenn Sie starke oder langanhaltende Beschwerden haben, lassen Sie Ihre Blasenentzündung aber in jedem Fall von einem Arzt abklären.

Dr. med. Susanne Endres ​

Pflichtangaben

PFLICHTANGABEN

Canephron® Uno • Traditionelles pflanzliches Arzneimittel zur unterstützenden Behandlung und zur Ergänzung spezifischer Maßnahmen bei leichten Beschwerden (wie häufigem Wasserlassen, Brennen beim Wasserlassen und verstärktem Harndrang) im Rahmen von entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege. Canephron® N Dragees, Canephron® N Tropfen • Traditionell angewendet zur unterstützenden Behandlung und zur Ergänzung spezifischer Maßnahmen bei leichten Beschwerden im Rahmen von entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege.

Canephron® Uno, Canephron® N: Zur Durchspülung der Harnwege zur Verminderung der Ablagerung von Nierengrieß. 

Hinweis: Canephron® Uno und Canephron® N sind traditionelle pflanzliche Arzneimittel, die ausschließlich aufgrund langjähriger Anwendung für das Anwendungsgebiet registriert sind.

Canephron® N Tropfen enthalten 19 Vol.-% Alkohol.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

BIONORICA SE | 92308 Neumarkt    
Mitvertrieb: PLANTAMED Arzneimittel GmbH | 92308 Neumarkt

Stand: 04|18

Nur in der Apotheke erhältlich.


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